B 299 Ortsumgehung Pressath
Verkehrsbedeutung
Die Bundesstraße 299 durchquert die Oberpfalz von Nordosten nach Südwesten und stellt für den mittleren und östlichen Teil des Landkreises Tirschenreuth die Hauptverbindung nach Westen dar. Zusammen mit der Bundesstraße 22 und der Bundesstraße 470 bildet sie die kürzeste Anbindung an die Bundesautobahn A 9 „München - Berlin“ und zum Industrieraum Nürnberg/Fürth/Erlangen.
Die B 299 ist in der Oberpfalz, abgesehen vom Abschnitt Pressath - Erbendorf, neuzeitlich ausgebaut.
Gegenwärtiger Zustand
Die bestehende B 299 verläuft derzeit durch den Stadtkern von Pressath.
Im Zuge der Ortsdurchfahrt ist aufgrund zahlreicher Einmündungen, des erhöhten Parkverkehrs, eines höhengleichen Bahnüberganges, zweier rechtwinkliger Abbiegebeziehungen sowie teilweise starker Steigungs- bzw. Gefällestrecken eine den Ansprüchen einer Bundesfernstraße genügende Verkehrssituation nicht gegeben. Diese wird ferner durch eine lage- und höhenmäßig ungenügende Linienführung sowie eine zu geringe Fahrbahnbreite von lediglich 5,0 m auf freier Strecke in Richtung Erbendorf noch zusätzlich verstärkt.
Wegen teilweise fehlender Gehwege sind die Fußgänger
gefährdet; die Anlieger an der Ortsdurchfahrt werden
durch Verkehrsimmissionen stark belästigt.
Baumaßnahme
Durch den Bau der Umgehungsstraße wird künftig der Durchgangsverkehr um Pressath herumgeführt.
Die geplante Neubautrasse beginnt ca. 80 m nördlich der Brücke über die Bahnlinie „Weiden i.d.OPf. - Neumarkt“ mit der Einmündung in die bestehende B 299a/St 2665 und endet an der bestehenden B 299 nördlich der Ortschaft Riggau. Die Baustrecke für die geplante Umgehungsstraße ist ca. 3,5 km lang und erhält eine Fahrbahnbreite von 7,50 m.
Zur verkehrlichen Anbindung der Stadt Pressath an die Ortsumgehung ist im Zuge der Kreisstraße NEW 5 ein höhenfreier Anschluss geplant.
Mit dem Bau der Ortsumgehung wird insbesondere auch eine Verbesserung der Streckencharakteristik im Zuge der B 299 erreicht. Dadurch wird eine deutliche Verbesserung der Verkehrssicherheit und eine Abnahme der Unfälle erzielt.
Die Beeinträchtigung der Anwohner im Zuge der Ortsdurchfahrt Pressath durch Lärm- und Schadstoffimmissionen wird spürbar abnehmen. Die Entlastung vom Durchgangsverkehr führt zu
einer Verbesserung der Funktionsfähigkeit und Aufenthaltsqualität des Stadtzentrums.
Künftiger Zustand
Im Zuge der Neubautrasse befinden sich drei Brückenbauwerke mit deren Errichtung bereits im
Herbst 2008 begonnen wurde und die im Sommer 2009 fertig gestellt wurden.
Ebenso sind die umfangreichen Holzfällarbeiten als Vorwegmaßnahme bereits während der Wintermonate des Jahres 2008/2009 getätigt worden.
Seit August 2009 laufen nunmehr die eigentlichen Straßenbauarbeiten.
Es ist geplant, den neuen Bundesstraßenabschnitt Ende des Jahres 2010 für den Verkehr freizugeben; die endgültige Fertigstellung ist für Juni 2011 vorgesehen.
Die Gesamtkosten der Baumaßnahme, deren Baulastträger die Bundesrepublik Deutschland - Bundesstraßenverwaltung - ist, belaufen sich auf 7,6 Mio. Euro.



